Alles begann 1847

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1785Erste Zeugnisse vom Bestehen einer Laientheatergruppe in Bellinzona (tätig bis 1815). 
1838Der Stadtrat Carlo Romualdo Rusconi schlägt vor, eine öffentliche Subskription für den Bau eines Stadttheaters durch eine Theatergesellschaft zu lancieren. Der Vorschlag wird angenommen und 15 Aktien zu je 500 Mailänder Lira werden unterzeichnet. 
1842Der Gemeinderat schlägt vor, das Schlachthaus bei der Porta Ticinese im Norden der Stadt als Standort zu bestimmen. Es wird eine entsprechende Kommission gegründet. 
1844Wiederaufnahme der Diskussion um den Standort des Theaters: Die Gruppierung, welche für einen Standort im Süden der Stadt einsteht, gewinnt gegen die ursprüngliche Idee des Gemeinderates. 
1846März: Der Gemeinderat genehmigt das Projekt des Bürgermeisters Rodolfo Rusconi Orelli. Der Gemeinderat unterzeichnet zwei Aktien und ernennt zwei Vertreter in die Theatergesellschaft.
April: Die Aktionärsversammlung schränkt die Unterzeichnung auf eine Anzahl von 29 Aktien ein, Aktionäre sind fast ausschliesslich Patrizier von Bellinzona. Der Betrag pro Aktie wird auf 1500 Mailänder Lira festgelegt. Zu diesem Zeitpunkt hat Bellinzona ungefähr 2'000 Einwohner.
Neue Statuten der Theatergesellschaft und Nominierung der leitenden Kommission: Direktor ist der Bürgermeister Rodolfo Rusconi Orelli, Vizedirektor der Ingenieur Giovanni Rocco von Mentlen.
Die Kommission unterbreitet dem Gemeinderat einen Bericht über den Standort des Theaters, wonach es nötig ist, einen Teil des Weinberges der Ursulinerinnen, der Strasse und des Grabens der Porta Locarno zu kaufen und die angrenzenden Befestigungsmauern abzureissen. Das Patriziat tritt die Teile des Grabens und der Strasse gratis ab.
Mai: Die Theatergesellschaft unterbreitet das Projekt dem Kantonsrat unter Hinweis auf die Beanspruchung des Weinberges und der Demolierung der Befestigungsmauern. Das Projekt war im Vorfeld vom Gemeinderat angenommen worden. Der Kantonsrat unterbreitet die Anfrage zur Demolierung der Mauer dem Grossen Rat, welcher zustimmt.
Juni: Aufgrund des Widerstandes der Klosterfrauen, ihr Gebiet abzutreten, entscheidet die Gesellschaft, das Projekt so zu ändern, dass der gesamte Bau ausserhalb des Klostersgebiets gebaut werden solle. Die Konsequenz dieses Entscheides sind kurzfristig eine Erhöhung der Baukosten und eine Verlängerung der Zeiten; und langfristig die Probleme der Stabilität, welche sich dann im darauffolgenden Jahrhundert manifestieren werden.
 
1847

Vollendung der Demolierungsarbeiten, Beginn des Baus des Theaters nach dem Projekt von Giacomo Moraglia. Die Bauleitung wird dem Ingenieur Giovanni Rocco von Mentlen anvertraut.

In den Wochen vor der Eröffnung wird das Teatro Sociale an lokale Milizen für die Lagerung von Waffen und Munition verliehen: zwischen den Schweizer Kantonen ist nämlich die Sonderbundkrise im Gange, die zum kurzen Krieg vom 3. bis 29. November führt.
Dezember: Beendigung der Bauarbeiten und Zuteilung der Logen an die Aktionäre.
26. Dezember: Eröffnung mit dem Drama in sechs Akten “Marie Jeanne ou la femme du peuple” von Adolphe-Philippe Dennery und Julien de Mallian.

 
1848Aufhebung des Klosters der Ursulinerinnen, welches Sitz der Kantonsregierung werden wird. 
1851Die Aufführung der ersten lyrischen Oper “Lucrezia Borgia” von Gaetano Donizetti, verzeichnet keinen grossen Erfolg. Sehr viel mehr werden die Tanzanlässe und die Maskenbälle geschätzt. 
187819. Juni: Telegrapheninspektor Michele Patocchi überträgt live Gaetano Donizettis Oper “Don Pasquale” von der Bühne des Teatro Sociale an den Billiardsaal, der sich unter dem Eingangsfoyer befindet (wo es heute die Küche gibt). Es ist das erste Mal auf der Welt, dass eine Musikaufführung live durch eine Telefonleitung übertragen wird. 
1882Einweihung der Gotthard Eisenbahnlinie (Mai/Juni). 
1891Bellinzona bekommt eine elektrische Beleuchtung. Im Teatro Sociale hebt sie den fortgeschrittenen Verschleiss der Bemalungen, Wandteppiche, Stoffe und Dekorationen gnadenlos hervor. 
1894Erste Renovationsarbeiten im Theater (neue Tapeten, Neustreichen der Bühnenwände und der Decke, Erneuerung der Kulissen und der Bühnenbilder). Anbau zweier mit dem Logenbereich kommunizierenden Baukörpern am westlichen Teil des Theaters, welche als Restaurant dienen sollten (Ing. Antonio Barera), nachfolgend im Jahre 1897 nach einem Projekt des Architekten Maurizio Conti erweitert (und abgerissen im Jahre 1993). 
1896Erste Filmvorführungen im Theater. 
1908Prime proiezioni del cinematografo in teatro. 
1919Restaurationsarbeiten nach Plänen des Architekten Andrea Tallone: Gipsdekorationen im Eingangsbereich, Erneuerung des Anstriches im Saal (Maler und Dekorateur Luigi Faini), neuer Bühnenrahmen in Gips mit Fries und Wappen von Bellinzona (Skulpteur Apollonio Paolo Pessina). 
1951Umwandlung in einen Kinosaal: Entfernung der Deckengemälde und der Trennwände zwischen den Seitenlogen. Der Vorführraum befindet sich in der Mitte der Galerie. 
1969Neuer Zonenplan des historischen Stadtzentrums (Arch. Tita Carloni, Luigi Snozzi und Livio Vacchini) welcher die Umwandlung der baufälligen Gebiete erlaubt, unter Wahrung und Erhaltung einiger Gebäude und architektonischer Elemente, welche bereits unter Denkmalschutz stehen.
Projekt zur Demolierung des Theaters um ein Verwaltungsgebäude mit Mehrzwecksaal zu erbauen (Arch. Claudio Pellegrini und Guido Tallone).
 
1971Schliessung und Aufgabe des Theaters (Dezember) 
1978Neuer Zonenplan (Arch. Aurelio Galfetti, Claudio Pellegrini und Guido Tallone). Das Gebiet um das Theater wird als Ort öffentlichen Interesses und kultureller Relevanz bezeichnet. 
1983Mario Della Valle stiftet der Stadt 5 Mio. Franken für den Bau eines Mehrzwecksaales. Das Projekt von Aurelio Galfetti sieht die Restaurierung des Theaters und den Bau eines neuen Mehrzwecksaales im daneben gelegenen Garten vor. Es entbrannt eine heftige Debatte. Auch eine vollständige Demolierung des inzwischen baufälligen Theaters steht zur Diskussion. 
1986Der Verein der Freunde des Teatro Sociale wird gegründet (Präsident: Renato Reichlin). 
1988Die Eidgenössische Kommission zur Erhaltung historischer Baudenkmäler spricht sich für eine Restaurierung des Theaters und zum Erhalt des angrenzenden Gartens aus. 
1989Das kantonale Umweltdeparterment setzt das Teatro Sociale unter Denkmalschutz wie 1986 von verschiedenen kantonlen Kulturgut- und Umweltschutzverbänden gefordert wurde, trotz der Gegenmeinung der kantonalen Kommission für Denkmalschutz. 
1990Der Kantonsrat beauftragt den Anwalt Carlo Bonetti mit dem Kauf und der Renovation des Theaters. Das Projekt wird dem Architekten Giancarlo Durisch anvertraut.
Am 17. Dezember wird die Stiftung Teatro Sociale gegründet zum Zweck des Kaufes, der Renovation und zur Aufsicht über den Betrieb des Gebäudes. Präsident ist Carlo Bonetti.
 
1991Die Stiftung Teatro Sociale, mit der finanziellen Unterstützung der Stiftung Della Valle, kauft das Theater für 1,4 Mio Franken dem damaligen Besitzer, Carlo Garzoni von Lugano, ab. 
1992Das Theater wird auf die Liste Kantonaler historischer Denkmäler gesetzt. 
1993Beginn der Renovationsarbeiten (Leitung des Arch. Roberto Sennhauser, Kostenvoranschlag 16 Mio Franken), welche finanzielle Unterstützung der Stadt (4,2 Mio), des Kantons (4,2 Mio), der Eidgenosseschaft (3,8 Mio) und von Unternehmen und Privatpersonen geniessen. 
1997Die Restaurierungsarbeiten sind vollendet und am 17. Oktober wird das Theater eingeweiht.
Die erste Aufführung (vom 9. bis am 14. Oktober) ist „Snaporaz Fellini“ (Compagnia dell'Archivolto von Genua, Regie Giorgio Gallione). Die Führung des Teatro Sociale wird Renato Reichlin anvertraut.
 
20121. September: Die Stiftung Teatro Sociale tritt das Theater der Stadt ab. Für den Betrieb des Theaters wird das öffentlichrechtliche Ente autonomo Bellinzona Teatro gegründet, unter der Leitung von Gianfranco Helbling (seit 2011 im Amt). Die Stiftung wird aufgelöst. 
201317. Januar: Premiere der ersten Eigenproduktion des Teatro Sociale Bellinzona, “L'anno della valanga” (“Der lange Winter”) nach Giovanni Orelli, Regie Ferruccio Cainero. 
2019Aufnahme des Teatro Sociale Bellinzona in den Schweizerischen Bühnenverband (SBV). 99 Jahre nach der Gründung des SBV ist das Teatro Sociale die erste tessinische Institution, die ihm beitritt. 
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